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Wassersport

Frauenvierer rudert zu Gold bei letztem Weltcup vor den Olympischen Spielen

Im italienischen Städtchen Sabaudia war die dritte und letzte Station des Ruder-Weltcups 2021 und gleichzeitig die letzte internationale Regatta vor den Olympischen Spielen in Tokio. Bundestrainer Ralf Holtmeyer war zufrieden: Neun Boote erreichten die Finals, in denen es fünf Medaillen für den DRV gab. Der Doppelvierer der Frauen, der zu den Medaillenhoffnungen in Japan zählt, gewann Gold.

Für die sieben Olympia-Boote des DRV geht es in dieser Woche nahtlos mit der Endphase der Vorbereitung auf Tokio weiter. In Kärnten stehen parallel zwei Trainingslager an. Die Riemen-Ruderer trainieren sich auf dem Stausee von Völkermarkt, die Skuller auf dem Weißensee. Nach der endgültigen Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fliegt die DRV-Mannschaft Ende Juni nach Japan, wo den Spielen ein weiteres Trainingslager in Kinosaki vorgeschaltet ist.

Thiele/Menzel mit Platz zwei zufrieden

Annekatrin Thiele (SC DHfK Leipzig e.V.) und Leonie Menzel (Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V.) strahlten bei der Siegerehrung des Frauen-Doppelzweiers. Drei Wochen, nachdem die beiden bei der Nachqualifikation des Tokio-Ticket gelöst hatten, bestätigten sie mit dem zweiten Platz ihre gute Form. Nur die nach ihrem zweiten Platz beim Weltcup in Luzern favorisierten Niederländerinnen De Jong/Scheenaard waren zu schnell für Thiele/Menzel. „Die beiden gehören in Tokio zu den Medaillen-Kandidatinnen. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Zwei, drei Meter näher dran wäre gut gewesen, aber unsere Zeit war mit 6:47 Minuten in Ordnung“, sagte Thiele. Die beiden DRV-Athletinnen warteten mit einem guten Start auf, konnten sich aber trotzdem nicht von Italien 2 und den Niederlanden absetzen. Bei der 1000-Meter-Marke lagen die Niederlande bereit­­s vorne. Im engen Kampf um Silber schoben sich Thiele/Menzel im Schlussspurt noch um eine halbe Bootslänge vor Ondelli/Patelli (Italien 2), die Dritte wurden. Für das zweite deutsche Boot im A-Finale mit Lena Osterkamp (Deutscher Ruder-Club von 1884 e.V.) und Laura Kampmann (Turnverein 1877 e.V. Essen-Kupferdreh) blieb der sechste Platz.

Frauen-Doppelvierer zieht beständig seine Bahn

Der Doppelvierer der Frauen mit Frieda Hämmerling, Carlotta Nwajide, Franziska Kampmann und Daniela Schultze (RG Germania e.V. Kiel/DRC Hannover/ RV Waltrop/RC Potsdam) ließ sich weder vom aufkommenden Wind noch vom Blitzstart der Niederlande 1 ins Finale beeindrucken. Das DRV-Boot vertraute gelassen auf seine Stärke, arbeitete sich von der zweiten Position immer näher an die Holländerinnen heran und übernahm bei der 1500-Meter-Marke erstmals die Führung. Am Ende wurde es ein sicherer Sieg, der den vier Frauen zudem auch den Pokal für den Weltcup-Gesamtsieg einbrachte. Im spannenden Finish um Silber und Bronze zogen Italien und Polen noch an den Niederländerinnen vorbei, die somit nur Vierte wurden. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Erfolg in die Olympia-Vorbereitung starten können“, sagte Bugfrau Daniela Schultze. Für das gestiegene Selbstvertrauen des Doppelvierers spricht, dass man in Tokio den Angriff auf den in Sabaudia fehlenden Gold-Topfavoriten wagen will. „China haben wir noch nicht abgeschrieben“, sagte die Potsdamerin Schultze.

Pia Greiten rutscht knapp vom Medaillenrang

Im Finale des Frauen-Einers fuhr Pia Greiten (Osnabrücker Ruder-Verein e.V.) ein beherztes Rennen. Sie legte den besten Start hin und gab ihre Führung erst bei 750 Metern an die Ukrainerin Diana Dymchenko ab, die das Rennen auch gewann. Lange sah es danach aus, als ob Greiten den dritten Platz erobern würde, doch auf den letzten Metern wurde sie von der Britin Lola Anderson noch auf Platz vier verwiesen. 13 Hundertstel fehlen der Osnabrückerin zum Anlegen am Siegersteg.

Weltcup-Debütantin Elisabeth Mainz (Ruder-Union Arkona Berlin 1879 e.V.) wurde bereits am Samstag Sechste des B-Finales im leichten Einer der Frauen.

Verfasst von DRV

Erschienen in Wassersport am 09. Juni 2021

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