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EM-Quali: DBB-Damen siegen nach schwierigem Start mit 73:41

Nordmazedonien hat es dem deutschen Team nicht leicht gemacht und die ersten zwei Viertel die Führung übernommen. Doch letztlich gewinnen die DBB-Damen souverän und verdient mit 73:41. Auch dank Laura Hebecker.

Rund eine Stunde vor Anpfiff in der SWH.arena in Halle füllen sich – wenn auch langsam – die Ränge. 290 Tickets wurden im Vorfeld verkauft von möglichen 500, die in der Halle unter Corona-Bedingungen zugelassen sind. Das Team von Bundestrainer Walt Hopkins wirft die letzten Körbe, läuft die letzten Muskelfasern warm, bringt sich in Schwung für die anstehende Partie. Es wartet Nordmazedonien beim Auftakt der EM-Qualifikation.

Keine Dreier, keine Führung

Die ersten zwei Punkte der Partie macht Nordmazedonien via Freiwurf. Doch das lässt das deutsche Team nicht lange auf sich sitzen, Marie Gülich gleicht ebenfalls per Freiwurf aus. Dennoch findet das Team von Walt Hopkins schwer ins Spiel. Nordmazedonien verteidigt leidenschaftlich, verhindert ein ums andere Mal den Durchmarsch der Deutschen zum Korb. Hinzukommen Fehlpässe im deutschen Team und auch die Dreier-Würfe gehen, wenn auch knapp, immer wieder am Korb vorbei. Die Gegnerinnen auf der anderen Seite dagegen treffen und ziehen zwischenzeitlich mit neun Punkten davon. Zum Ende des ersten Viertels kann Deutschland das noch auf 14:18 verkürzen.

Kapitänin Svenja Brunckhorst:

Die Starting 5 haben nicht in ihren Rhythmus gefunden, das haben die anderen auf der Bank natürlich gemerkt. Vielleicht wollten wir zu viel.

Wie immer mit dabei, wenn es um Frauenbasketball geht: Berno Herzog, Fan der Rutronik Stars Keltern – und natürlich der Nationalmannschaft der Frauen. Mit seinen drei Trommeln gibt es noch fünf weitere in der Halle, die das deutsche Team anfeuern. Unterstützung, die Kapitänin Svenja Brunckhorst und ihr Team gut brauchen können, denn auch im zweiten Viertel behalten die Gäste aus Nordmazedonien zunächst die Führung (26:30). Doch noch ist das Spiel lange nicht vorbei.

Laura Hebecker dreht die Partie

Am Kampfgeist liegt es nicht, am Können auch nicht, nur die Punkte wollen nicht fallen. Kommen die Treffer in der zweiten Halbzeit? Es ist Laura Hebecker, die schließlich das Spiel dreht. Mit dem ersten Dreier trifft sie zum Ausgleich, direkt danach legt sie einen nach und bringt das deutsche Team nach 25 Minuten endlich in Führung (36:33). Und die gibt das deutsche Team erst einmal nicht mehr her. Gute Abwehraktionen verhindern, dass die Gegnerinnen wieder rankommen. Und nun ist es Nordmazedonien, die das Wurfglück verlässt. Beim deutschen Team dagegen scheint der Knoten geplatzt – und die Führung wird deutlicher. Am Ende des dritten Viertels stehen 54:37 auf der Anzeigetafel und damit die Zeichen auf Sieg.

Kapitänin Brunckhorst:

Laura ist ein absoluter Shooter. Wir wussten, wir werden irgendwann treffen. Aber es hat lange gedauert.

Die insgesamt 495 Zuschauer in der SWH.arena in Halle klatschen, trommeln und jubeln. Grund dazu haben sie allemal, denn die DBB-Damen ziehen jetzt davon – mit einem Vorsprung von zwischenzeitlich 25 Punkten. Für einen 105:40-Sieg wie vor zwei Jahren in Nördlingen dürfte die Zeit zwar knapp werden, doch spielen Brunckhorst, Geiselsöder und Co. jetzt eindeutig auf Sieg.

Deutlicher Sieg für DBB-Damen

Am Ende ist das Ergebnis deutlich: Mit 73:41 gewinnt Deutschland den Auftakt der EM-Qualifikation gegen Nordmazedonien. Bis zur letzten Sekunde kämpft das Team um Punkte und gewinnt trotz schwieriger Anfangsphase verdient. Mit diesem Selbstbewusstsein, aber sicher auch mit einigen Aufgaben im Gepäck reist die Mannschaft morgen, Freitag, weiter nach Belgien, wo am Sonntag schon die nächste Partie ansteht.

Erschienen in Basketball am 11. November 2021

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