Planegg gelingt Sensation im Supercup, Köln holt ersten Sieg

Am fünften Spieltag gab es in der Eishockey Bundesliga der Frauen ein paar kleine und große Überraschungen. So landete der ESC Planegg im EWHL Supercup einen wichtigen 11:1-Sieg und die Kölner Haie Frauen erkämpften die ersten fünf Punkte der Saison.

Seit einem Monat läuft die Eishockey Bundesliga der Frauen – und in der Tabelle ist noch alles offen. Ganz oben stehen nicht ganz unerwartet die deutschen Meisterinnen vom ESC Planegg mit acht Siegen in acht Spielen. Dahinter lauern die Mad Dogs Mannheim mit drei Punkten weniger, allerdings haben die Mannheimerinnen auch schon zwei Spiele mehr auf dem Konto.

Am fünften Spieltag war der ESC Planegg jedoch nicht in der Bundesliga unterwegs, sondern im EWHL Supercup. Und hat dort eine kleine Sensation möglich gemacht. In der DFEL gab es ebenfalls etwas zu feiern: Die KEC Die Haie Frauen sicherten sich den ersten Sieg der Saison. 

Punkteteilung zwischen Memmingen und Berlin

Bis ins Penaltyschießen ging das erste Spiel zwischen den Eisbären Juniors und den ECDC Memmingen Indians.  Hier hatten die Eisbären die besseren Schützen und so endete das Spiel 4:3 (1:0/1:1/1:2). Am Sonntag Nachmittag standen sich beide Teams erneut gegenüber. Memmingen agierte noch konzentrierter als am Vortag und lies fast keine Chancen zu. Trotz einer spielerischen Überlegenheit dauerte es bis zur 27. Spielminute, bis Kassandra Roache die Gäste mit 0:1 in Führung brachte. Sechs Minuten später war Sonja Weidenfelder zur Stelle und die Indians gingen mit einer zwei Tore Führung in die letzte Pause. Als die Allgäuerinnen Mitte des letzten Drittels kurz hintereinander zwei Strafzeiten aufgebrummt bekamen, ließen sich die Eisbären die Chance nicht entgehen und Eva Reynolds verkürzte auf 1:2 (51. Min). Dabei blieb es dann auch. Memmingens Headcoach Georg Taferner sagte nach der Partie: 

Aufgrund der disziplinierten taktischen und kämpferischen Leistung konnten wir verdient 4 Punkten aus Berlin mitnehmen.

Planegg sensationell im EWHL Supercup

„Natürlich wollen wir gewinnen“, versicherte Planeggs Trainer Michael Lehmann vor dem Heimspiel gegen die Budapest Jekorong Akademia. Viel expertimentieren lautete die Devise, denn die Ambitionen der Pinguine im EWHL-Supercup waren nicht mehr allzu groß. Nach dem Erfolg beim MAC Budapest (6:3) und der Niederlage bei den Sabres Wien (3:5) hätte der Deutsche Meister einen Sieg mit sechs oder sieben Toren Unterschied gebraucht, um sich noch als bester Gruppenzweiter der drei Staffeln für das Finalturnier zu qualifizieren. 

Und es ist tatsächlich gelungen: Mit einem 11:1-Sieg schickten die Pinguine die Gäste aus Ungarn wieder nach Hause. Damit hat sich der ESC vermutlich für das Finalturnier qualifiziert und wird wohl gegen Budapest, Neuchatel und Wien um den Titel spielen.

Ingolstadt gelingt Revanche gegen Mannheim 

Als Anwärter auf den diesjährigen Titel will natürlich auch der ERC Ingolstadt noch mitreden. Mit sechs Siegen in acht Spielen behalten die die Pantherinnen jede Chance darauf – auch wenn es an diesem Wochenende mit den Mad Dogs aus Mannheim eine Punkteteilung gab. Das Heimspiel am Samstag verlor der ERC mit 4:6, revanchierte sich dafür aber am Sonntag mit einem klaren 5:2. Damit steht Ingolstadt auf Rang drei der Tabelle mit einem ordentlichen Vorsprung von neun Punkten vor dem ECDC Memmingen.


Erfolgreiches Wochenende für Köln

Einen regulären Sieg und einen nach Penalty: Für die Kölner Haie Frauen war das Wochenende gegen die Bergkamener Bären ein voller Erfolg. Zu Gast in Bergkamen kamen die Haie am Samstag zu einem 3:1-Sieg in 60 Minuten. Valerie Offermann, Gesa Dinges und Christina Schwamborn machten für Köln dabei die Tore. Am Sonntag machte es der EC den Kölnerinnen zu Hause schwerer. Bis zum Penaltyschießen mussten die Haie diesmal kämpfen, um die ersten fünf Punkte der Saison klarzumachen. Auch für den EC Bergkamen war es der erste Punkte der aktuellen Spielzeit.

Verfasst von Sportfrauen

Erschienen in Eishockey am 26. Oktober 2021

Deine Unterstützung für mehr Vielfalt in der Sportberichterstattung

Seit Jahren kämpft Sportfrauen dafür, die Leistungen von Sportlerinnen in Deutschland stärker hervorzuheben und ihnen die verdiente Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Um unabhängig und qualitativ hochwertig zu arbeiten, benötigt Sportfrauen die Unterstützung der Leser:innen. Wir wollen unser Angebot nicht hinter einer Paywall verstecken, sondern die Inhalte allen Interessierten zugänglich machen. Auch wollen wir uns nicht mit einer Vielzahl an Werbeflächen von Firmen und Organisationen abhängig machen, die unsere Werte und Ziele womöglich nicht teilen. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Leser:innen Sportfrauen finanziell unterstützen. Mit einer Mitgliedschaft oder einer freien Unterstützung kannst du dazu beitragen, dass das Projekt weiter bestehen bleibt und noch viel mehr Veränderungen in der deutschlandweiten Sportberichterstattung vorantreiben kann.

Voll dabei sein! Einmal zahlen

Weitere Artikel