Dinah Eckerle vor WM: ,Es kommt jetzt darauf an, unser Potenzial zu nutzen'

Anfang Dezember startet die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Spanien. Zuvor bereitet sich die DHB-Auswahl um Nationaltorhüterin Dinah Eckerle mit einem Turnier vor. Die 26-Jährige blickt positiv auf die WM und das Potanzial ihrer Mannschaft.

Nach einem Trainingslager in Großwallstadt macht sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen am Donnerstag auf den Weg nach Spanien. In Madrid nimmt die DHB-Auswahl an einem Vorbereitungsturnier gegen Polen (26. November, 19 Uhr), die Slowakei (27. November, 16 Uhr) und Gastgeber Spanien (28. November, 13 Uhr) teil. Hier will Bundestrainer Herbert Groener dem Team den letzten Schliff geben, um dann am 2. Dezember gut in die Weltmeisterschaft starten zu können. 

Erstes Turnier für DHB-Frauen in dieser Konstellation

Für die Mannschaft um Nationaltorhüterin Dinah Eckerle geht es jetzt darum, alle Spielerinnen mental und körperlich auf die WM einzustellen. Einige Spielerinnen, auch Eckerle, waren zuletzt noch mit ihren Mannschaften in der Champions League aktiv und haben eine hohe Belastung hinter sich. "Wir haben noch kein Turnier in dieser Mannschaftskonstellation gespielt, daher bin ich sehr auf das Turnier gespannt", sagte Eckerle vor der Abreise nach Spanien. 

Wir befinden uns nicht auf dem Niveau der Top-Mannschaften, aber verstecken müssen wir uns sicher nicht Es kommt jetzt darauf an, unser Potenzial zu nutzen.

Eckerle, die Anfang des Jahres nach Dänemark zum Team Esbjerb wechselte, gehört mit sechs Jahren in der Nationalmannschaft zu den erfahrenen Spielerinnen im Team. Vor allem ihrer jungen Torhüter-Kollegin kann sie so bei der WM zur Seite stehen. Die Beachhandball-Europameisterin Katharina Filter (22) vom Buxtehuder SV spielt in Spanien ihr erstes großes Hallenturnier. "Es ist wichtig, dass wir den jungen Spielerinnen unsere Sicherheit weitergeben. Ich weiß selbst, dass man vor dem ersten großen Spiel nervös sein kann", sagt Eckerle. Sie sieht aber bei den jungen Spielerinnen, dass diese gut bei der Sache seien und mit der richtigen Portion Selbstbewusstsein ins Turnier gehen.

WM-Start gegen Tschechien am 2. Dezember

Dort trifft die DHB-Auswahl (Gruppe E) in der Vorrunde in Llíria in der Provinz Valencia auf Tschechien (2. Dezember, 18 Uhr), die Slowakei (4. Dezember, 18 Uhr) und Ungarn (6. Dezember, 20.30 Uhr). "Es ist wichtig, dass wir gerade gegen Tschechien gut ins Turnier starten. Wir müssen uns in diesem Spiel ein gutes Gefühl holen." Eckerle setzt darauf, agressiv und mit einem schnellen Spiel nach vorne die Gegnerinnen müde zu machen. Auch gegen die eingespielte Mannschaft aus Ungarn, wo allerdings ein paar der Routiniers fehlen, sieht sie gute Chancen. "Wenn wir fokussiert rangehen, dann ist gegen alle drei Vorrundengegnerinnen ein Sieg drin." In der Hauptrunde warten dann vermutlich die stärkeren Gegnerinnen.

Etwa Norwegen und Frankreich gehen als eine der Favoritinnen in die WM. Hier sieht Eckerle auch die besten Torhüter-Kolleginnen. "International gibt es viele starke Torhüterinnen. Manchen von ihnen bin ich vielleicht körperlich unterlegen, aber ich habe gezeigt, dass ich mich nicht verstecken muss." Nach drei organisatorisch bedingten Wechseln in der vergangenen Saison – vomungarischen Erstligisten Siófok KC zum französischen Erstligisten Metz Handball und schließlich zum dänischen Erstligisten Team Esbjerg – ist bei Eckerle mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt. "Ich gehe jetzt mit sehr viel Selbstvertrauen in die WM."

Erschienen in Handball am 25. November 2021

Deine Unterstützung für mehr Vielfalt in der Sportberichterstattung

Seit Jahren kämpft Sportfrauen dafür, die Leistungen von Sportlerinnen in Deutschland stärker hervorzuheben und ihnen die verdiente Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Um unabhängig und qualitativ hochwertig zu arbeiten, benötigt Sportfrauen die Unterstützung der Leser:innen. Wir wollen unser Angebot nicht hinter einer Paywall verstecken, sondern die Inhalte allen Interessierten zugänglich machen. Auch wollen wir uns nicht mit einer Vielzahl an Werbeflächen von Firmen und Organisationen abhängig machen, die unsere Werte und Ziele womöglich nicht teilen. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Leser:innen Sportfrauen finanziell unterstützen. Mit einer Mitgliedschaft oder einer freien Unterstützung kannst du dazu beitragen, dass das Projekt weiter bestehen bleibt und noch viel mehr Veränderungen in der deutschlandweiten Sportberichterstattung vorantreiben kann.

Voll dabei sein! Einmal zahlen

Weitere Artikel