Teamsprinterinnen holen mit Weltrekord den WM-Titel

Großartiger Auftakt für die deutschen Bahnfahrer bei den Weltmeisterschaften in Roubaix. Am Eröffnungstag verteidigten Emma Hinze (Track Team Brandenburg), Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch (beide Team TheedProject-Cycling) ihrem WM-Titel im Teamsprint erfolgreich und verbesserten gleich dreimal den Weltrekord.

Die deutschen Teamsprinterinnen haben für einen goldenen Auftakt bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Roubaix gesorgt. 20 Monate nach dem letzten WM-Triumpf im Teamsprint bei den Heim-Titelkämpfen in Berlin standen Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze – diesmal erstmals im neuen Format mit drei Fahrerinnen – wieder ganz oben auf dem Treppchen. Im Finale besiegte das Trio des zum Jahresende ausscheidenden Bundestrainers Detlef Uibel in 46,064 Sekunden die Mannschaft aus Russland (46,714). Im Turnierverlauf fuhren Grabosch, Friedrich und Hinze dreimal Weltrekord. Emma Hinze sagt: 

Das fühlt sich großartig an. Ich bin sehr stolz, dass wir dreimal Weltrekord gefahren sind und das Trikot wieder erobern konnten. Heute war wieder die Leichtigkeit da. Ich bin heute anders rangegangen. Es macht auf jeden Fall wieder Spaß – das habe ich auch gebraucht.

In der Mannschaftsverfolgung der Frauen gewann der deutsche Vierer die Qualifikation in 4:13,082 Minuten und kann am Donnerstag das „Triple“ aus Olympia-Gold, EM-Gold und WM-Gold perfekt machen. Die Mannschaft mit Lisa Brennauer, Franziska Brauße (beide CERATIZIT-WNT Pro Cycling Team),  Mieke Kröger (Team Coop-Hitec Products) und Laura Süßemilch (Plantur-Pura) trifft dazu zunächst in der ersten Runde auf Irland (4:23,095).

Pauline Grabosch über den WM-Titel:

Wir sind heute das erste Mal wirklich richtig zusammengefahren. Wir wissen, wo unsere Stärken sind. Wir waren die letzten Weltmeisterinnen zu zweit – jetzt sind wir die ersten Weltmeisterinnen zu Dritt. Wahnsinn.


Verfasst von BDR

Erschienen in Radsport am 21. Oktober 2021

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