Svenja Brunckhorst über die Begegnung mit Belgien: ,Wir müssen jetzt scharf stellen'

ExklusivDer Auftakt gegen Nordmazedonien in der EM-Qualfikation ist geglückt, nun wartet Belgien auf die deutschen Basketballerinnen. Kapitänin Svenja Brunckhorst weiß, dass die Leistung aus dem ersten Spiel dafür nicht ausreichen wird.

Es war kein einfacher Start für die DBB-Damen in die EM-Qualifikation. Eine ganze Halbzeit lang lief das Team vor heimischen Fans in der SWH.arena in Halle ein Rückstand gegen Nordmazedonien hinterher. Bis zu neun Punkte Abstand lauteten die Zwischenstände. "Wir haben uns vor dem Spiel viel vorgenommen und dann hat nichts geklappt. Das hat uns den Rhythmus genommen", sagt Kapitänin Svenja Brunckhorst nach der Partie. Doch das deutsche Team bewies Stärke und kam mit neuer Motivation aus der Halbzeit zurück aufs Parkett. Brunckhorst hatte in der Kabine die richtigen Worte an ihre Mannschaft gefunden.

Wir haben in der Halbzeit gesagt: So kann es nicht weitergehen. Wir werden treffen.

Gesagt, getan. Laura Hebecker läutete mit zwei Dreiern den Dreh ein und das gesamte Team zog mit. Die Kapitänin sagt: "Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen und nach diesen Treffern hat jede von uns ganz anders attackiert." Die Partie wurde schließlich doch noch souverän mit 73:41 gewonnen, Nordmazedonien hatte letztlich keine Chance mehr gegen ein motiviert aufspielendes deutsches Team. Brunckhorst sagt: "Dass wir so zurückgekommen sind, sagt viel über die Stärke unseres Teams aus."

Nächster Gegner: Gruppenfavorit Belgien

Am Freitagmorgen ging es mit dem Flieger weiter nach Belgien, wo am Sonntag der Gruppenfavorit auf Team Deutschland wartet. Doch die "Belgien Cats" haben etwas überraschend ihr Auftaktspiel gegen Bosnien und Herzegowina mit 81:87 verloren. Und doch darf die Mannschaft, die bei der letzten EM 2021 in Frankreich Bronze holte, nicht unterschätzt werden. Bundestrainer Walt Hopkins sagt: "In Belgien erwartet uns nun eine ganz schwierige Aufgabe, weil diese Mannschaft das Spiel so gut versteht.“

Kapitänin Svenja Brunckhorst bezeichnet gerade die Anfangsphase gegen Nordmazedonien als "Hallo-wach"-Ruf. Dass so etwas gegen den Gruppenfavoriten nicht passieren darf, ist den Spielerinnen klar. "Wir müssen jetzt scharf stellen", sagt Brunckhorst. Die Partie gegen Belgien am Sportcampus Lange Munte in Kortrijk startet um 16 Uhr, die FIBA überträgt auch diese Partie live auf YouTube. Nordmazedonien empfängt um 19 Uhr noch Bosnien und Herzegowina, bevor es mit dem zweiten Qualifikationsfenster erst im November 2022 wieder weitergeht.

Erschienen in Basketball am 13. November 2021

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