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Neues Mentorship-Programm will Frauen im Sportbusiness empowern

Sie wollen Frauen im Sportbusiness empowern und sie bei den Hürden in Führungspositionen unterstützen: Johanna Mühlbeyer und Simon Mayr haben ein Sports Cross Mentorship mit zehn Teilnehmerinnen gestartet, bei dem auch zahlreiche promininente Mentor:innen vertreten sind.

Immerhin: 44 Prozent aller Positionen im DOSB-Präsidium sind mit Frauen besetzt. Doch blickt man über die Grenzen des Sportbunds hinaus in die einzelnen Sportarten, sieht das schon ganz anders aus. Eine Studie aus dem Jahr 2018 zählte gerade einmal 3,7 Prozent Frauen in Führungspositionen im europäischen Fußball. Mehr nicht. Und in der Wirtschaft? Da haben Sportartikel-Hersteller und Händler zwar längst erkannt, dass Frauen eine wachsende Zielgruppe sind und beziehen sie bei der Produktentwicklung ein. In Entscheidungspositionen sind Frauen mit 22 Prozent jedoch auch dort immer noch in der Minderheit.

Hürden für Führungspositionen beseitigen

Johanna Mühlbeyer, Gründerin von EQUALATE Sports, und frisch eingestiegener Co-Founder Simon Mayr, ehemaliger Head of Digital bei Borussia Dortmund, wollen daran etwas ändern. Am 1. Juni haben sie mit dem EQUALATE Sports Cross Mentorship ein Programm gestartet, das Frauen empowern soll, solche Positionen im Sportbusiness zu erobern. „Die Fähigkeiten sind ja in der Regel da. Allerdings trumpft aktuell Netzwerk häufig Kompetenz, was zu teils deutlich größeren Hürden für Frauen führt, überhaupt in Führungspositionen zu gelangen“, sagt Johanna Mühlbeyer. Mit dem Programm wollen die beiden Gründer:innen mehr Sichtbarkeit und vor allem fachliche sowie persönliche Weiterentwicklung ermöglichen – und das nicht nur zum Benefit der Mentee.

Außerdem sollen die richtigen Verbindungen geknüpft werden. „Wir wollen ein gender-diverses Sport Business Netzwerk schaffen“, erklärt Simon Mayr, der bei dem Programm selbst als Mentor dabei ist. Er will dabei seine Expertise in Leadership und Digitalisierung sowie Vereinbarkeit von Familie & Beruf einbringen. Neben ihm werden unter anderem Nikolaus von Doetinchem (VP OneFootball), Jana Bernhard (S20) und Swantje Allmers (New Work Expertin & Coachin) die Teilnehmerinnen vier Monate lang begleiten und ihnen für Ratschläge, Kritik, Kontakte und Weitentwicklung zur Verfügung stehen. Zusätzlich schaffen Netzwerk-Veranstaltungen sowie Workshops und Vorträge neue Impulse.

Wir wollen ein gender-diverses Sport Business Netzwerk schaffen.

Auch Johanna Mühlbeyer hätte sich ein solches Angebot gewünscht, als sie Anfang des Jahres gegründet hat – und aus ihrem Bedarf wurde die Idee geboren. „Die meisten Sportunternehmen sind zu klein oder haben nicht die Kapazität, um intern ein solches Programm aufzubauen. Mit dem Cross-Mentoring Ansatz über Sportorganisationen und -unternehmen hinweg lösen wir das – und das meines Wissens als die Ersten mit Blick auf die Zielgruppe weibliche angehende Führungskräfte im Sport Business“, sagt die 32-Jährige.

Nächster Durchgang im Januar geplant

Das Pilotprojekt startet im Juni mit zehn Mentoring-Tandems, aber damit soll es noch lange nicht vorbei sein. Für Januar 2022 planen die beiden Initiator:innen, die sich aus Lagardère Sports-Zeiten kennen, einen größeren Durchgang zu starten: „Mit diesem ersten Durchgang lernen auch wir ganz viel: Wie viel Support wird benötigt? Worauf kommt es beim Tandem-Matching an? Welche Formate in den Weiterbildungs- und Vortragsinhalten liefern Mehrwert? Wir entwickeln uns stetig fort und können im Januar nochmal auf ganz neuen Erkenntnissen aufbauen“, sagt Johanna Mühlbeyer. Informationen zur Anmeldung für potenzielle Mentees sowie zu Partnerschaften für Sportunternehmen folgen voraussichtlich ab August.


Erschienen in Frauen im Sportbusiness am 02. Juni 2021

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