Kampfsport

Paralympics aktuell Tag 6: Bronze für Dressurreiterin Regine Mispelkamp

Es wurde musikalisch in die neue Woche in Tokio getanzt. Dressurreiterin Regine Mispelkamp eritt sich Bronze. Im Wasser stellte Verena Schott einen neunen deutschen Rekord auf.

Reiten: Regine Mispelkamp tanzt mit ihrem Highlander Delight´s zu Bronze

Endlich die erhoffte Medaille für die deutsche Dressurequipe. Bisher haben die deutschen Reiterinnen sehr ansprechende Leistungen bei den Paralympics in Tokio gezeigt, doch für eine Medaille hat es oft ganz knapp nicht gereicht, doch nun ist der Bann gebrochen. Pferdewirtschaftsmeisterin Regine Mispelkamp hat in der Kür der Grade V mit ihrem Hannoveraner Wallach Highlander Delight´s sich ihren ganz persönlichen Traum erfüllt und mit 76,820 Prozent Bronze geholt, und das bei ihren ersten Spielen. Der sonst sehr harmonische Ritt des Paares wurde von einer kleinen Schrecksekunde unterbrochen. "Nach dem starken Galopp bin ich durchpariert zum Trab und zu einer Volte abgebogen, da galoppierte er plötzlich los, war aber sofort wieder bei mir. Zum Glück, denn so klappte die Traversale einwandfrei und die zählt ja doppelt.“ Das sie sich mit ihrer Kür auf das Treppechen geritten hat, realisierte sie erst später in einem Interview, als der Bundestrainer  Bernhard Fliegl ihr um den Hals fiel.

Es war so gut, so harmonisch, die Musik passte von vorne bis hinten. Delight’s war so losgelassen. Ein Traum ist wahr geworden – einfach mega!

@Mika Volkmann/ DBS

Ihre Mannschaftskolleginnen bestätigten ihre fantastischen Leistungen in Tokio einmal mehr. Heidemarie Dresing kam im Grade II mit La Boum und 74,867 Prozentpunkten auf den vierten Platz, Saskia Deutz erreichte auf Soyala im Grade IV mit 73.485 Prozent den sechsten Rang.

Schwimmen: Deutscher Rekord für Verena Schott

Medailliengarantin Verena Schott verpasste ganz knapp das nächste Edelmetall. Im 50m Schmetterling Rennen war ihr Start nicht ganz gelungen und sie musste ordentlich kämpfen, um vorne wieder mitzumischen. Nach 37:03 Sekunden und Platz vier, verpasste sie nur um zwanzig Hundertstel den Bronzeplatz.

Natürlich ist es schade, dass es am Ende so knapp war, aber ich hätte nichts besser machen können.  Ich wäre mit meinen Zeiten, die ich vor der Europameisterschaft über die 50 Meter Schmetterling geschwommen bin, nicht mal dort in ein Finale gekommen. Und jetzt bin ich Vierte bei den Paralympics.

@  Florian Schwarzbach / DBS 

Mannschaftskollegin Marlene Endrolath beendete das 200m Lagen Finale als Siebente. Ihre Vorlaufzeit konnte sie hier noch um gute zwei Sekunden verbessern und schlug nach 2:36,55 Minuten an. Ihr erstes Paralympics Finale hat die 20-jährige nun hinter sich. Am Mittwoch startet sie über die 100m Brust.

Ich bin auf jeden Fall zufrieden, dass ich mich noch ein Stückchen verbessert habe. Eigentlich wollte ich noch einen Tick schneller schwimmen. Das Finale hat sich sehr gut angefühlt und hat Spaß gemacht.

@Florian Schwarzbach/ DBS

Schießen: Natascha Hiltrop mit Platz elf gestartet

Sportschützin Natascha Hiltrop ist in ihre dritten Paralympischen Spiele gestartet. Leider scheiterte sie bereits in der Qualifikation mit dem Luftgewehr (10m) und belegte am Ende Rang elf, wobei die besten Acht ins Finale eingezogen sind. Ihre Paradedisziplin, das Liegendschießen, steht noch an. Hier möchte die 29-jährige ihren Erfolg von Rio (Silber) bestätigen.

@Rudi Krenn

Verfasst von Yvonne Glöde

Erschienen in Reitsport, Tokio 2021 am 31. August 2021

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