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Volleyball

Aufbruch Richtung Liga eins: VC Neuwied nimmt an Entwicklungsprogramm teil

Der VC Neuwied 77 wird als erster Klub das neue Entwicklungsprogramm der Volleyball Bundesliga der Frauen durchlaufen. Der Zweitligist aus Rheinland-Pfalz hatte sich um die Teilnahme beworben und wurde nach Prüfung der Unterlagen durch die VBL für die Förderung zugelassen.

Der VC Neuwied 77 nimmt an einem Entwicklungsprogramm der Volleyball Bundesliga der Frauen teil. Ziel des Programms ist es, ambitionierten Zweitligisten den Übergang in die erste Liga zu erleichtern und Deutschlands Eliteliga mittelfristig auf 14 konkurrenzfähige Teams aufzustocken. Langfristig möchte sich die Bundesliga der Frauen, schon jetzt über alle Team-Sportarten hinweg stärkste Frauen-Liga in Deutschland, unter den Top3-Ligen in Europa etablieren.

Sieben Mannschaften zeigen Interesse

Aus dem Kreis der Zweitligisten hatten bis zum Stichtag am 15. November insgesamt sieben Mannschaften Interesse an der Teilnahme bekundet. "Wir sind über die große Resonanz positiv überrascht", sagt Julia Retzlaff, Geschäftsleiterin Sport bei der VBL. "Dass es bislang nur eine verbindliche Zusage gibt, ist in großen Teilen der Corona-Pandemie zuzuschreiben. Bei zwei Interessenten konnten durch die Beschränkungen beispielsweise noch keine Standortbesichtigungen durchgeführt werden. Es ist daher möglich, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch Klubs in das Programm aufgenommen werden."

Geplant war, die Gespräche und Vor-Ort-Termine bis zum 15. Dezember abgeschlossen zu haben. An weiteren Standorten sind die Anforderungen zur Teilnahme derzeit durch die Einschränkungen der Pandemie nicht umsetzbar.

Zwei Phasen der Förderung durch die VBL

Die Unterstützung durch die Volleyball Bundesliga (VBL) im Entwicklungsprogramm umfasst zwei Phasen. In der Vorsaison des Aufstiegs erhält der Zweitligist eine zweckgebundene Förderung zur Einrichtung einer (ersten) hauptamtlichen Managementstelle sowie zur Entwicklung eines Business- und Marketingplans am Standort. Die kommenden Erstliga-Spielzeiten werden dann zur Standortentwicklung sowie der Etablierung weiterer hauptamtlicher Managementstellen genutzt.

Um den Vereinen ausreichend Luft zur strukturellen Entwicklung zu geben, ist der sportliche Abstieg in den ersten beiden Spieljahren ausgesetzt. Während des gesamten Zeitraums werden die Klubs durch die VBL begleitet und erhalten zusätzliche Unterstützung durch einen Paten aus dem Kreis der etablierten Erstligisten. Ebendiese Erstligisten sind es auch, die die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen – für insgesamt drei potenzielle Teilnehmer wird zusammen ein hoher fünfstelliger Betrag vorgehalten.

"Ein stabiles Fundament für das Volleyball-Oberhaus"

"Auch wenn es in Zeiten der Corona-Krise alles andere als leicht erscheint, nehmen wir die Herausforderung '1. Bundesliga' für die Spielzeit 2021/22 gerne an", sagt Uwe Lederer, Geschäftsführer des VC Neuwied 77. "Das angebotene Entwicklungsprogramm und die daraus resultierende Unterstützung der VBL für die kommenden Jahre gibt uns entsprechende Planungssicherheit bis 2023. Wir sind uns von Vereinsseite sicher, dass bei uns aus diesem Beistand und der Unterstützung durch einen Paten aus dem Kreis der etablierten Erstligisten nach sechs Jahren in der 2. Liga ein stabiles Fundament für das Volleyball-Oberhaus entsteht."

Wie alle andern Bundesligisten auch, muss der VC Neuwied nun natürlich die gängigen Formalia einhalten, an der Vorlizenzierung teilnehmen und Lizenzanträge fristgerecht einreichen. Ansonsten steht nichts mehr zwischen den Neuwiedern und dem Aufstieg. Denn Vereine, die am Entwicklungsprogramm teilnehmen, sind – ungeachtet einer aufstiegsberechtigten Platzierung – berechtigt und verpflichtet, zur Saison 2021/22 in die 1. Bundesliga aufzusteigen.

Verfasst von Sportfrauen/VBL

Erschienen in Volleyball am 21. Dezember 2020

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