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Schwimmen

Synchronschwimmerinnen Bojer und Zimmer mit Selbstvertrauen zur Olympia-Quali

Das DSV-Duett im Synchronschwimmen, Marlene Bojer und Michelle Zimmer, reist mit viel Selbstvertrauen zur Olympiaqualifikation nach Barcelona. Die letzte deutsche Olympia-Teilnehme ist viele Jahre her.

Man darf es als gutes Omen deuten, dass die Olympiaqualifikation im Synchronschwimmen an diesem Wochenende ausgerechnet in Barcelona (ESP) über die Bühne geht. Denn genau dort waren 1992 in dieser Sportart zuletzt zwei Deutsche bei den Sommerspielen am Start, nämlich Monika Müller und Margit Schreib. Fast 30 Jahre ist das her, die beiden Schwimmerinnen des aktuellen Duetts Marlene Bojer (28) und Michelle Zimmer (24) waren da noch gar nicht geboren. In dieser Woche wollen die beiden nun das nächste Kapitel deutscher Olympiageschichte in dieser Disziplin aufschlagen. Die Qualifikation vom 10. - 13. Juni wird im Rahmen des World Series Super Finals ausgetragen, dem alljährlichen Spitzentreffen der besten Synchronschwimmer:innen der Welt.

Harter Kampf um Olympia-Tickets

Elf der insgesamt 22 Duett-Plätze für die Sommerspiele in Tokio (JPN/23. Juli - 06. August) sind noch zu vergeben, nachdem Neuseeland seinen Quotenplatz nicht angenommen hat. Drei davon werden bereits am Donnerstag und Freitag über den Teamwettbewerb vergeben – die Länder, die mit dem Team das Ticket lösen, sind auch im Duett gesetzt. Es bleiben also noch acht Plätze übrig. „Das Feld ist extrem eng beisammen“, sagt Bundestrainerin Doris Ramadan. Neben den europäischen Konkurrentinnen aus der Schweiz und Liechtenstein dürfe man auch die Paare aus Brasilien und Kolumbien nicht unterschätzen. „Das wird ein harter Kampf um die Olympiatickets, am Ende wird die Tagesform entscheiden“, sagt sie. Anders als zuletzt bei der EM zählt dafür nur das kombinierte Ergebnis aus technischer Kür (Samstag, 15:00 Uhr) und freier Kür (Vorkampf: Samstag, 10:00 Uhr / Finale: Sonntag, 15:00 Uhr).

Die Olympiaqualifikation sollte ursprünglich im März stattfinden, dann Anfang Mai. Beide Male wurde sie wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Für das DSV-Duett war das nicht unbedingt ein Nachteil: Marlene Bojer und Michelle Zimmer schwimmen erst seit Oktober 2020 zusammen, nachdem Bojers bisherige Partnerin Daniela Reinhardt ihre Karriere beendete und auch Zimmer sich eigentlich schon von der internationalen Bühne zurückgezogen hatte. Jeder zusätzliche Tag im Training kam den beiden somit zugute.

Selbstvertrauen durch Bronzemedaille

Die Fortschritte waren bei den Europameisterschaften in Budapest (HUN) zu erkennen, wo das Paar in der technischen und freien Kür jeweils Elfte wurde und dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) in beiden Disziplinen das beste Ergebnis der EM-Historie bescherte. Beim vierten Stopp der FINA World Series 2021 gewannen Bojer und Zimmer zuletzt in beiden Küren jeweils die Bronzemedaille und sammelte damit weiteres Selbstvertrauen.

Für das Vorbereitungstrainingslager auf Teneriffa holte sich das DSV-Duo zuletzt noch einmal prominente Unterstützung an die Seite. Yumiko Tomomatsu (JPN), zweimalige Olympia-Silbermedaillengewinnerin als Coach des japanischen Teams und zuletzt italienische Nationaltrainerin, half dabei, den letzten Feinschliff zu erledigen. „Die Vorbereitung auf Teneriffa lief sehr gut. Wir haben vor allem an der Ausführung gefeilt, an Kraft, Höhe und Dynamik, und wir haben auch nochmal ein bisschen etwas an der Choreographie geändert. Das waren noch einmal anstrengende Tage, die jetzt aber auch eine ganz andere Energie freisetzen können“, sagt Bundestrainerin Doris Ramadan.

Verfasst von DSV

Erschienen in Schwimmen am 10. Juni 2021

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