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SG BBM Bietigheim festigt zum Start in 2021 die Tabellenführung

Mit sechs Partien des 13. Spieltags ist die Handball Bundesliga Frauen gestartet. Die SG BBM Bietigheim hat ihre Spitzenposition gefestigt.

Neben dem eigenen Heimsieg über den Buxtehuder SV profitierte die SG BBM Bietigheim auch davon, dass Borussia Dortmund und die Neckarsulmer Sport-Union coronabedingt nicht im Einsatz waren. Zudem verlor die HSG Blomberg-Lippe ihr Heimspiel gegen die TuS Metzingen. Im unteren Tableau sammelte die HL Buchholz 08-Rosengarten zwei Big Points, musste den Sieg über Mainz 05 aber auch teuer bezahlen. Bereits am Mittwoch geht es in der Liga weiter, wenn dann die SG BBM Bietigheim, Borussia Dortmund und der Thüringer HC aufgrund von Europapokalverpflichtungen am Wochenende ihre Heimspiele austragen.

SG BBM Bietigheim - Buxtehuder SV 33:26 (19:12)

"Ich bewerte das Spiel mit gemischten Gefühlen. Wir haben viele Dinge gut gemacht. Wenn wir 29:33 verlieren bin ich sehr zufrieden. Aber wir haben unsere Chancenverwertung im Vergleich zu Göppingen nicht gehalten. Wir hatten eine zu geringe Quote vom Kreis und haben zwei Siebenmeter verschossen. So haben wir eine Chance leichtfertig vergeben, in Bietigheim 30 Tore zu werfen", ärgerte sich Buxtehudes Trainer Dirk Leun im Nachgang des 26:33 (12:19).

Seine Mannschaft hatte vor allem in Halbzeit eins eine Schwächephase, die Bietigheim mit fünf Toren zum 9:5 nutzte. Weitere Mängel in der Chancenverwertung führten zu einem 16:9. "In der ersten Halbzeit hatten wir in der Deckung gute Phasen, haben dann aber zu leicht die Zweikämpfe verloren und körperlich nicht gegengehalten. Selbstkritik ist angebracht, aber wir müssen das Positive mitnehmen, daran anknüpfen und mit Überzeugung spielen", so Leun. "Wir haben heute von Beginn eine konzentrierte Leistung und eine hohe Laufbereitschaft in der Defensive gezeigt, was letztendlich der Schlüssel zum Sieg war", bilanzierte Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch.

HSG Blomberg-Lippe - TuS Metzingen 27:35 (14:17)

Die HSG Blomberg-Lippe kosteten zwei Schwächephasen etwas Zählbares gegen die TuS Metzingen. Nach einem frühen 3:6 rannten die Lipperinnen zunächst bis zur Pause (14:17) dem Rückstand hinterher, nach dem Seitenwechsel sorgen die TusSies mit dem Sprint zum 15:22 für klare Verhältnisse. "Wir sind natürlich traurig, dass wir heute als Verlierer vom Feld gehen. Wir müssen aber ganz klar anerkennen, dass Metzingen ihre individuelle Klasse gegen uns heute voll ausgespielt hat und verdient mit zwei Punkten nach Hause fährt. Wir haben es über 60 Minuten nicht geschafft, in der Deckung Zugriff zu finden", so HSG-Coach Steffen Birkner.

"Es war von Anfang an eine tolle Mannschaftsleistung, wir haben das umgesetzt was wir uns vorgenommen haben. In der Abwehr haben wir super Arbeit geleistet und vorne die Angriffe konzentriert zu Ende gespielt. Das gibt uns viel Schwung für die nächsten Wochen!", so TuS-Trainerin Edina Rott.

Thüringer HC - SV Union Halle-Neustadt 34:17 (16:7)

Weiterhin sechs Zähler Rückstand auf Bietigheim hat der Thüringer HC. Nun nach 15 Pluspunkten gleichauf mit Blomberg und Neckarsulm und einen Zähler vor Metzingen ist der Thüringern HC, der sein Derby gegen den SV Union Halle-Neustadt klar dominierte und sich mit 34:17 (16:7) durchsetzte. Aus dem Tor heraus gab Marie Skurtveit Davidsen ihrer Mannschaft das nötige Selbstvertrauen, um im schnellen Umschaltspiel aus der Abwehr in den Angriff zu überzeugen. "Wir sind mit einer aggressiven Deckung ins Spiel gekommen. Die Mannschaft hat sich die Taktik selbst erarbeitet. Wir haben über 60 Minuten gut in der Abwehr gestanden", so THC-Coach Herbert Müller, der betont: "Der Schlüssel war die Leistung von Marie Skurtveit Davidsen, die im Tor gut gearbeitet hat und die gute Deckung. Dieser Sieg gibt uns wieder Selbstbewusstsein."

Und Jan-Henning Himborn von den Wildcats befand: "Der THC hat verdient gewonnen. Wir waren zu Beginn mental noch nicht im Spiel. Der THC hat einfache Tore erzielt und uns mit einfachen Toren ausgekontert. In der 2. Halbzeit sind wir an uns selbst gescheitert, als wir leichte Torchancen liegen gelassen haben."

Kurpfalz Bären - TSV Bayer 04 Leverkusen 21:24 (8:12)

Die Werkselfen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben mit einem 24:21 (12:8) bei den Kurpfalz Bären den dritten Auswärtssieg der Saison eingefahren und sind damit auf Platz sieben in der Tabelle der Handballbundesliga der Frauen vorgerückt. "Es war das erwartet schwere Spiel, wenn man bedenkt, dass wir nur eine Trainingseinheit zur Verfügung hatten, um uns nach dem Mittwochspiel auf die giftige Abwehr der Kurpfalz Bären vorzubereiten", so Leverkusens Trainer Martin Schwarzwald: "Ketsch hat heute erneut bestätigt, dass sie sehr unangenehm sind, wenn die Abwehr funktioniert. Deshalb bin ich für den Moment und vor allem mit den beiden Punkten sehr zufrieden."

Bären-Trainer Adrian Fuladdjusch haderte nach der Partie mit der Chancenauswertung seiner Mannschaft: "Es ist Woche für die Woche das gleiche Thema. Wir haben eine gute Abwehr und eine starke Torfrau. Doch im Angriff nutzen wir unsere Chancen nicht und schießen die gegnerische Torfrau zur Welttorhüterin!"

Frisch Auf Göppingen - VfL Oldenburg 23:24 (14:13)

Zwölf Pluspunkte wie auch Buxtehude und Leverkusen hat nun auch der VfL Oldenburg, der mit 24:23 (14:13) bei Frisch Auf Göppingen doppelt punktete. Angeführt von Torhüterin Julia Renner und Kathrin Pichlmeier, mit 13 Toren beste VfL-Werferin, feierte das Team von Trainer Niels Bötel am Ende einer spannenden Schlussphase den sechsten Saisonsieg. "Wir wollen am Ende das eine Tor mehr werfen." Mit diesem Satz hatte Coach Niels Bötel im Vorfeld auf das Spiel in Göppingen geblickt - und am Ende echte Expertenqualitäten bewiesen und betonte im Nachgang: "Ausschlaggebend war am Ende, dass wir den Kampf in der Abwehr angenommen haben und mit Julia Renner hinten jemanden drinstehen hatten, der die Tore super vereitelt hat."

"In der Crunchtime haben wir entscheidende Würfe nicht ins Tor bekommen", analysierte Göppingens Torhüterin Anne Bocka, dessen Team aus dem 15:18-Rückstand zwischenzeitlich sogar ein 20:19 herausgeworfen hatte. Die Abwehr sei die meiste Zeit gut gestanden, "aber Oldenburg hat es trotz vieler Zeitspielsituationen immer noch irgendwie geschafft, den Ball im Tor unterzubringen." Göppingens Chefcoach Aleksandar Knezevic bilanzierte: "Einsatz und Kampf haben gestimmt, aber in der zweiten Hälfte war es im Angriff zu wenig, um das Spiel gewinnen zu können."

1. FSV Mainz 05 - HL Buchholz 08-Rosengarten 25:29 (15:14)

Den Anschluss an die Plätze 10-12 mit jeweils zehn Pluspunkten geschafft und den Vorsprung gegenüber Göppingen auf vier Zähler vergrößert hat die HL Buchholz 08-Rosengarten mit dem 29:25-Auswärtserfolg beim 1. FSV Mainz 05. Die Meenzer Dynamites verbleiben weiterhin sieg-und punktlos auf dem vorletzten Rang der aktuellen Tabelle vor den Kurpfalz Bären. Allerdings drohen mit Jessica Oldenburg und Svea Geist zwei Leistungsträgerinnen nun langfristig auszufallen. "Nach dem Ausfall von Jessica Oldenburg musste ich die Abwehr neu formieren, aber die Mädels haben das gut gemeistert. In den letzten zehn Minuten haben sich alle Spielerinnen enorm gesteigert und mit viel Durchsetzungsvermögen und Willenskraft die beiden Punkte verdient erkämpft", so Luchse-Coach Dubravko Prelcec.

Auch Dynamites-Coach Florian Bauer war nicht unzufrieden, wenngleich sichtlich enttäuscht. "Ja, heute haben wir alles rausgehauen und bis zum Abschluss eigentlich alles richtig gemacht haben. Einzig kann ich die Chancenverwertung in der letzten Phase und die fünf verworfenen Siebenmeter beklagen - ansonsten war das genau das, was wir uns vorgenommen hatten."

Verfasst von HBF

Erschienen in Handball am 06. Januar 2021

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