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Leichtathletik Hallen-DM: Titel für Malaika Mihambo, Gesa Krause, Corinna Schwab und Hanna Klein

Bei den Deutschen Leichtathletik Hallenmeisterschaften 2021 in Dortmund wurden am Sonntag die letzten Titel vergeben. Die sicherten sich die Favoritinnen Malaika Mihambo, Gesa Krause, Corinna Schwab und Hanna Klein.

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) ist am Sonntag bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund zu ihrem vierten Hallentitel in Folge geflogen. Die ganz großen Weiten aber hob sie sich für die Hallen-Europameisterschaften in Torun (Polen; 4. bis 7. März) auf: In Dortmund reichten 6,70 Meter – ohne das Brett zu treffen – zum Sieg vor Merle Homeier (LG Göttingen; 6,55 m).

Erster 1.500 Meter-Titel für Gesa Krause

Über 1.500 Meter spurtete Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) zu ihrem ersten deutschen Meistertitel überhaupt auf dieser Strecke: Sie konnte auf der letzten Runde in 4:12,84 Minuten WM-Teilnehmerin Caterina Granz (LG Nord Berlin) und 800-Meter-Spezialistin Katharina Trost aus München in Schach halten.

Über 400 Meter der Frauen dominierte Favoritin Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz) ein Feld, in dem gleich die ersten drei Läuferinnen unter 53 Sekunden blieben. In 52,01 Sekunden verteidigte die 21-Jährige souverän ihren Titel und zog auch die zweitplatzierte Laura Müller (SV GO! Saar 05 Saarbrücken; 52,60 sec) zu einer Bestzeit und neuer Hallen-EM-Norm.

„Bei der Hallen-EM in Torun gehe ich zum ersten Mal im Erwachsenenbereich international für Deutschland an den Start. Das ist eine ganz neue Erfahrung. Ich freue mich einfach darauf, mich mit den Besten zu messen und dort meine Bestzeit noch einmal zu steigern, wäre das i-Tüpfelchen.“ Corinna Schwab.

Die Langstrecken-Entscheidung der Frauen über 3.000 Meter war geprägt von einem unwiderstehlichen Antritt von Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen): Die Titelverteidigerin rannte rund 250 Meter vor dem Ziel der Konkurrenz auf und davon und unterbot nach der Hallen-EM-Norm über 1.500 Meter in 8:53,37 Minuten auch den Richtwert über die doppelte Distanz.

Die weiteren Titel gehen im Hochsprung an Alexandra Plaza mit 1,86 Meter und an Tanja Spill über 800 Meter in 2:03,06 Minuten.

DM mit Vorbildcharakter in Corona-Zeiten

„Die Deutschen Leichtathletik-Hallen-Meisterschaften in Dortmund haben am Wochenende gezeigt, dass unser Hygienekonzept voll und ganz aufgegangen ist. Dafür möchte ich mich besonders beim medizinischen Kompetenzteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bedanken“, sagte DLV-Präsident Jürgen Kessing. „Bereits in der „Late Season“ letzten Sommer hatten wir mit der DM in Braunschweig, der Mehrkampf-DM in Vaterstetten und der Jugend-DM in Heilbronn gezeigt, dass wir Veranstaltungen in Pandemiezeiten organisieren können.“

An zwei Tagen wurden rund 1000 Schnelltests vom BRK Dortmund durchgeführt, wovon kein einziger positiv war. Zuschauer waren in der Helmut-Körnig-Halle nicht zugelassen. Hinzu kamen reduzierte Teilnehmerfelder beim Kampf um die 22 begehrten Titel. Tilman D. Gromme´, externer Hygiene-Beauftragter, kontrollierte an beiden Tagen die Hygienemaßnahmen. Unter anderem mussten alle während des Aufenthalts in der Halle eine FFP-2-Maske tragen bei einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. „An beiden Tagen wurden die Hygienemaßnahmen mit einem hohen Sicherheits-Grad umgesetzt. Wir mussten niemanden wegen eines positiven Tests abweisen. Kompliment an den DLV“, zog Gromme´ Bilanz.

Mittelfristig auch dem Breitensport eine Perspektive bieten

„Ich denke, dass unsere Maßnahmen auch für weitere Veranstaltungen eine Orientierung sein können. Auf der Basis dieser Erfahrungen muss aus meiner Sicht mittelfristig auch dem Breitensport wieder eine Perspektive geboten werden. Dies kann der DLV mit seinen Mitgliedern nicht allein, denn wie bereits während der gesamten Pandemie-Zeit entschieden letztlich die Behörden über die jeweiligen Zulassungen. Hier werden wir weiterhin Ideen entwickeln und ausgewogene Konzepten einbringen“, sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska.

Erste positive Zeichen kamen aus der Bayerischen Staatskanzlei. Innenminister Joachim Hermann (CSU) hat sich am Wochenende für eine Öffnung im Amateursport gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ausgesprochen: „Insbesondere Sport an der frischen Luft hat gute Chancen, bald wieder möglich zu sein, aber auch für die Sportausübung in Fitnessstudios und Vereinshallen erarbeiten wir Lösungen”.

Gonschinska hofft nun, dass die erfolgreich durchgeführte Hallen-DM beispielgebend für weitere Veranstaltungen in Corona-Zeiten sein wird. „Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, dass wir für die Durchführung der Titelkämpfe gekämpft haben und von Stadt und Land hervorragend unterstützt wurden.“

Verfasst von Sportfrauen/DLV

Erschienen in Leichtathletik am 21. Februar 2021

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