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BC Marburg sichert sich im kleinen Finale die Bronzemedaille der DBBL-Saison 2020/21

Der BC Pharmaserv Marburg gewinnt das Spiel um den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft gegen den Herner TC deutlich mit 82:41.

Von zwölf auf drei. Vom letzten Platz aufs Treppchen. Der BC Pharmaserv Marburg hat das Feld von hinten aufgerollt und verabschiedet sich mit einem Schmuckstück für die Vitrine in die Sommerpause. Auch wenn die Rote Laterne Mitte Januar im Wesentlichen aufgrund vier Corona-bedingt ausgefallener Spiele in Marburg brannte, ist der bronzene Saisonabschluss – der erste seit vier Jahren – für das Pharmaserv-Team ein großer Erfolg.

„Es ging bergauf, es ging weiter bergauf, es ging noch weiter bergauf“, sagte Steffi Wagner, die wegen einer langwierigen Knieverletzung erst in den Playoffs aufs Feld zurückgekehrt war. Am letzten Spieltag der Hauptrunde kletterte der BC auf Platz vier. „Im Halbfinale gegen Keltern haben wir nicht unseren besten Basketball gezeigt“, gab die 91-fache Nationalspielerin zu. „Aber am Ende die Bronzemedaille um den Hals hängen zu haben, ist Wahnsinn nach diese Saison.“

Herne geht ersatzgeschwächt in die Partie

Die Geschichte des Spiels um Platz drei ist schnell erzählt: Der stark ersatzgeschwächte Herner TC, vom zweiten Tabellenplatz in die Playoffs gestartet, erzielte zwar die ersten Punkte der Partie, sah sich aber bereits nach dem ersten Viertel einem hohen 11:29-Rückstand gegenüber. Herne konnte nur mit einer Sechserrotation agieren, der BC trat in voller Stärke zu zwölft an.

Marburgs Tonisha Baker erzielte in ihrem 200. Bundesligaspiel – alle für Marburg – in der ersten Halbzeit vier Dreier – bei vier Versuchen – und stellte damit ihren persönlichen Rekord ein. Nach dem Spiel gab's zum Dank vom Verein eine große Bilder-Collage und von der Liga einen Blumenstrauß.

Tonisha_Baker.png Tonisha Baker vom BC Pharmaserv Marburg wurde nach dem letzten Saisonspiel für ihr 200. Bundesligaspiel geehrt. Foto: Christoph Luchs Photography

Hernes Meistertrainer von 2019, Marek Piotrowski, bat während der Siegerehrung um das Hallenmikrofon (natürlich desinfiziert) und sagte an die Marburger Mannschaft gerichtet: „Ich möchte ausdrücklich der Mannschaft und dem Coach zu diesem Erfolg gratulieren. Das habt ihr hundertprozentig verdient.“ Damit spielte der Herner auf den Lauf an, den das Pharmaserv-Team seit Mitte Januar unter der Regie von Coach Christoph Wysocki hingelegt hat. Von den 19 Partien seit dem Trainerwechsel gewannen die Marburgerinnen 13. Von Mitte Februar bis Anfang April blieb der BC in acht Spielen in Serie ohne Niederlage.

Trainer Christoph Wysocki, der nach der Siegerehrung standesgemäß von seiner Mannschaft eine Sekt- und Wasserdusche erhielt, sagte – im frischen Pullover: „Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz. Der Wermutstropfen dabei ist, dass Herne nicht in Bestbesetzung antreten konnte, das tut mir Leid für Herne. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Für meine Spielerinnen ist es ein toller Erfolg, diese Saison mit einer Medaille um den Hals zu beenden. Und für mich ist es meine erste Medaille seit ich in Deutschland bin – und das als Aushilfstrainer.“

Die Finalserie geht am Freitag, 22.04., 19 Uhr, weiter: Die Giro-Live-Panthers Osnabrück empfangen die Rutronik Stars Keltern. Keltern führt in der Serie „Best of five“ mit 1:0.

Verfasst von Marcus Richter/BC Marburg

Erschienen in Basketball am 23. April 2021

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